Fuerteventura – Sonne, Strand und Freiheit
Fuerteventura Reisetipps:
Warum die Kanareninsel perfekt für Solo-Reisende ist
Lange, unberührte Sandstrände, türkisblaues Meer und eine endlose Weite – genau das liebe ich an Fuerteventura. Vor einigen Jahren habe ich die kanarische Insel für mich entdeckt, und seitdem zieht sie mich immer wieder in ihren Bann. Mit einer Flugzeit von unter fünf Stunden ist sie schnell erreichbar und bietet die perfekte Auszeit vom hektischen Alltag. Die karge, fast mondähnliche Landschaft hat für mich etwas Beruhigendes – sie entschleunigt mich und hilft mir, vollkommen abzuschalten. Außerdem ist Fuerteventura übersichtlich: In zwei bis drei Tagen kann ich die Insel mit einem Mietwagen erkunden und mir einen Überblick über ihre schönsten Ecken verschaffen. Als alleinreisende Frau fühle ich mich hier sicher und frei. Ob mit dem Auto oder dem Hotel-Shuttle – die Insel ist unkompliziert zu bereisen.

Welche Unterkunft?
Ich habe bereits verschiedene Unterkünfte ausprobiert, vom Hotel bis zum Ferienappartement. Mein Favorit ist ganz klar das Appartement: Hier kann ich meinen eigenen Rhythmus leben – besonders beim Essen, was für mich als Vegetarierin ein Vorteil ist. Die spanische Küche ist zwar köstlich, aber nicht gerade für ihre fleischlosen Alternativen bekannt. Zwei bis drei Wochen im Winter auf Fuerteventura sind für mich das perfekte Ritual, um Sonne zu tanken und das hektische Jahr hinter mir zu lassen. Und obwohl die Insel ruhig ist, bleibt sie dennoch lebendig. Wer Anschluss sucht, findet ihn schnell – ob am Strand, in Cafés oder beim Gespräch mit Campern, die entlang der Küste überwintern.
Costa Calma – Mein persönlicher Rückzugsort
Mein liebster Ort auf der Insel ist Costa Calma im Süden. Ein kleines, entspanntes Städtchen mit einem herrlichen, langen Sandstrand. Schon nach wenigen Tagen erkenne ich bekannte Gesichter, tausche mich mit anderen Reisenden aus oder genieße einfach die Ruhe. Besonders spannend finde ich die Camper, die mit ihren Wohnmobilen an den schönsten Plätzen direkt am Meer übernachten. Eine Reise mit dem eigenen Camper wäre eine aufregende Möglichkeit, Fuerteventura noch intensiver zu erleben – doch die lange Anreise über das spanische Festland und die Fähre schrecken mich bisher ab. Zudem ist der Wind auf der Insel nicht zu unterschätzen!

Wenn der Busplan keine festen Zeiten hat
Auch wenn ich in Costa Calma alles Nötige zu Fuß erreiche – Supermärkte, Restaurants, Apotheken –, nutze ich manchmal den Bus, um andere Orte zu erkunden. Dabei muss man sich jedoch an das spezielle Bussystem gewöhnen: Die Fahrpläne geben nur die Abfahrtszeiten des Startortes an. Man muss also selbst abschätzen, wann der Bus am eigenen Haltepunkt ankommt. Und: Der Bus hält nur, wenn man die Taste für den „Getränkeservice“ drückt – eine Eigenart, die man erst einmal kennen muss! Hat man dieses System erst einmal durchschaut, wird Busfahren auf Fuerteventura entspannt, unkompliziert – und erstaunlich preiswert.
Meine Highlights auf Fuerteventura
1. Endlose Sandstrände – Freiheit pur
Mit fast 150 Kilometern Küstenlinie ist Fuerteventura ein Paradies für Strandliebhaber und Wassersportler. Costa Calma bietet einen idealen Ausgangspunkt. Von hier aus laufe ich gerne am Strand entlang – mal drei Kilometer zu meinem Lieblingsstrand Playa Esmeralda, mal zehn Kilometer bis zum Kitesurfer-Hotspot. Wer möchte, kann sogar die 20 Kilometer bis nach Morro Jable am Strand entlangwandern und mit dem Bus zurückfahren – vorausgesetzt, der Wind spielt mit! Es gibt für mich nichts Schöneres, als stundenlang am Wasser entlangzuspazieren, die Füße in den warmen Sand zu graben, ins Meer zu springen und den Moment zu genießen. In den vulkangeformten Klippen entdecke ich oft die leuchtend roten Krebse – ein wunderschönes Detail in dieser beeindruckenden Naturkulisse.

2. Ajuy – Wo die Piraten einst landeten
Ajuy, ein kleines Fischerdorf im Westen, ist ein echtes Juwel. Seine farbenfrohen Häuser und der tiefschwarze Sandstrand verleihen ihm einen rauen, fast mystischen Charme. Mein Highlight hier sind die alten Piratenhöhlen. Der Pfad dorthin schlängelt sich an zerklüfteten Felsklippen entlang. Unter mir peitscht das Meer in wilde, türkisfarbene Strudel. Der Abstieg in die Höhlen ist abenteuerlich – einst wurde hier heimlich Schmuggelware an Land gebracht. Ich wage mich ins Wasser, doch die Brandung ist gnadenlos. Statt zu schwimmen, lasse ich mich am Ufer nieder, beobachte das Naturschauspiel und genieße den Moment. Auf dem Rückweg mache ich Halt am astronomischen Aussichtspunkt: Von hier aus überblickt man sowohl die Ost- als auch die Westküste und erkennt Fuerteventuras schmalste Stelle – ein beeindruckender Anblick.
3. El Cotillo – Das entspannte Surferparadies
El Cotillo im Norden Fuerteventuras ist bekannt für seine Wellenreiter, doch mich zieht vor allem die Gelassenheit dieses Ortes an. In den kleinen Cafés und Restaurants kann man die Zeit vergessen, während draußen die Wellen gegen die schwarzen Klippen brechen. Besonders faszinierend finde ich das Farbspiel der Natur: die ockerfarbenen, wüstenartigen Landschaften, die dunklen Lavafelsen und das schillernde Blau des Ozeans. Viele Surfer campen hier in ihren Wohnmobilen, bleiben über den Winter oder reisen von einer kanarischen Insel zur nächsten. Ihr Lebensstil ist ansteckend – frei, ungebunden und immer mit Blick aufs Meer.

Fazit: Fuerteventura – perfekt für alleinreisende Frauen
Ob Strandspaziergänge, Abenteuer oder einfach pure Entspannung – Fuerteventura ist der ideale Ort für Frauen, die alleine reisen. Die Insel ist sicher, leicht zu erkunden und bietet eine gute Mischung aus Komfort und Freiheit. Ob Hotel oder Ferienwohnung, Auto oder Bus – du kannst deine Reise ganz nach deinen Wünschen gestalten.
Je nach Vorlieben kann man sich den perfekten Ort aussuchen:
- 🌊 Corralejo im Norden – lebendig und perfekt für Partys und Nachtleben.
- 🏄♀️ Costa Calma im Süden – für lange Strandtage und Kitesurfen.
- 🌅 El Cotillo im Westen – ruhig, entspannt, ein Paradies für Surfer.
Das Beste: Fuerteventura gibt dir die Freiheit, zu entscheiden, wonach dir gerade ist. Du kannst unter Menschen sein oder dich zurückziehen, Abenteuer erleben oder einfach nur die Sonne genießen. Genau das macht diese Insel für mich so besonders – und vielleicht auch bald für dich.
Das könnte dich ebenfalls interessieren
















